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Fotos wie immer auf Engelberts Homepage:
www.radelbert.de

11. 04. 2010

Savannah - Point South

78 km

sonnig, 24°, Gegenwind

 

Heute morgen ist nach eine guten Stunde Fahrzeit Abgabe des Autos am Flughafen Savannah. Wie einfach das geht! Auf einem Parkplatz abstellen, Papiere abgeben, entladen, fertig.

Wir machen uns gleich auf dem Weg an die nahe gelegen Grenze zu South Carolina. Nebenstraßen, alles kein Problem. Vor dem Tagesziel geht es jedoch parallel zur Interstate 95 entlang. Neben dem Wind nervt das schon, aber die Bedingungen sind nun mal so.

Ein Motel ist schnell gefunden, denn an den Abfahrten der Interstates gibt’s stets Tanken, Schlafen, Futtern. Einen für uns gravierenden Nachteil hat South Carolina erst am Abend offenbart: Heute ist Sonntag und da herrscht in ganzen Staat Verkaufsverbot für Bier und andere Alkohole. Schade, dann bleibt uns eben nur Ice-Tea. 

 

12. 04. 2010

Point South – Moncks Corner

129 km

nebelig, Wolkig, 18°, Gegenwind

Kein Tag wie sonst, denn die Sonne zeigte sich nur kurz und wich dann einem Nebelwabern, das den ganzen Tag anhielt.

Wir haben entschieden, die größere Stadt Charleston zu umfahren. Ballungszentren sind nun mal nicht sehr fahrradfreundlich. In dem kleinen Ort Walterboro können wir in einem Buch-Cafe nicht nur hervorragenden Kaffee trinken, sondern bekommen auch noch Kopien von detailierten Karten auf den Weg.

Die Gegend ist sehr sumpfig und die Straße ist meistens ein Damm hindurch

 


13. 04. 2010

Moncks Corner - Georgetown

87 km

sonnig, 22°, Seitenwind

Es ist morgens sehr frisch, dickes Zeug ist angesagt. Später mit der Sonne steigt die Temperatur aber schnell in den sehr angenehmen Bereich.

Die Strecke ist erträglich. Wir vermeiden es inzwischen, endlose Geraden zu kommentieren. Wenn das Straßenende mal wieder wegen der Erdkrümmung nicht auszumachen ist, sehen wir uns die nähere Umgebung an und stellen fest, was alles so auf dem Randstreifen liegt. Eine unglaubliche Vielfalt an Hinterlassenschaften können wir auflisten.

Georgetown ist eine ziemlich alte Stadt mit einem hübschen Zentrum und einem „Boardwalk“ aus Holz hinter den letzten Häusern am Wasser. Ein interessanter und schöner Ersatz für eine Strandpromenade.

 

„Strandpromenade“ in Georgetown

 

In dieser Umgebung schmeckt ein Bier im Sonnenuntergang besonders gut, zumal nach der erfolgreichen „großen Wäsche“ im Waschsalon.

  

14. 04. 2010

Georgetown – Little River

102 km

nebelig, Wolkig, 18°, Gegenwind

Kein Tag wie sonst, denn die Sonne zeigte sich nur kurz und wich dann einem Nebelwabern, das den ganzen Tag anhielt.

Häufig gleitet der Blick bis zum endlos breiten Strand, der heute ziemlich verlassen wirkt. Kein Urlaubswetter.

Der Badeort Myrtle Beach wurde uns durch Amerikaner als besonders hübsch angepriesen. Wir radeln den Ocean Drive volle 15 km entlang und können das überhaupt nicht bestätigen. Es ist ein durchschnittlicher Touri-Ort mit austauschbaren Hotels, Lokalen und Rummel. Zu unserem Glück hält das Wetter die Massen zurück, aber wie laut und turbulent muss es wohl zu anderer Zeit sein?

Es war ein Tag der ruhigen Strecken. Wie aus dem Nichts erschien uns zum ersten Mal auf der Tour ein Hinweis auf den East Coast Greenway! Wegen dieses Radweges sind wir ja unterwegs und hatten manchmal gezweifelt, ob überhaupt was davon zu sehen ist.



Das erste Lebenszeichen des East Coast Greenway

 

Unser Ziel ist heute die State Line, Grenze zu North Carolina. Es ist gut zu schaffen, obwohl der Gegenwind noch mal alles abverlangt.

 

Fazit South Carolina:

Der Bundesstaat hat uns ein anderes Gesicht von Amerika gezeigt. Nicht mehr die glitzernden Orte mit ihren Nobelvillen und Protzautos bestimmen das Bild. Ganz normale ländliche Idylle haben wir durchfahren, wobei „Idylle“ zuviel aussagt, es ist alles ein bisschen ärmer als vorher. Auch scheint es so, dass eine Wirtschaftskrise erheblich zu Leerständen und heruntergekommene Gebäude beiträgt. Unübersehbar ist die Anzahl der Schilder „For sale“. Den gleichen Schilderwald haben wir allerdings auch schon entlang der Villen in Florida ausgemacht.

In der Essensfrage sind wir inzwischen routiniert. Die Fressketten wie McDoof, KFC, Wendys, Shooneys und wie sie alle heißen vermeiden wir stets. Obwohl es da ja annähernd Essen gibt, fast Food eben. Unser Blick ist inzwischen auf die kleineren Restaurants geschärft. Diese sind zwar nicht immer so gut zwischen den Protz-Buden auszumachen uns sehen nicht immer danach aus, bieten dafür aber ungleich mehr. Besseres Essen, freundliche Bedienung und Atmosphäre wie bei Muttern. Das Suchen danach lohnt allemale.

 

 
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