Symbolischer Kauf der Städte (jeweils 50 € Spende): Herford: Lions Bielefeld: Jan Warendorf: Irmelinde Telgte: Münster: Udo
01.05.2010
Oft werde ich gefragt, warum ich mir so eine Tour mit dem Fahrrad mache. Mit dem Auto oder dem Flieger sei das doch viel einfacher. Dann erzähle ich die Geschichte von der Schnecke, die auch gefragt wurde, warum sie so langsam sei. Ihre Antwort war: "Dadurch habe ich mehr Zeit, die Welt zu sehen."
So, oder so ähnlich ist es bei mir. Ich erfreue mich an den vielen kleinen Dingen, die so eine Reise zu bieten hat, die Blume, den Schmetterling, den großen Baum, den Greifvogel, den Storch usw. Alle diese Dinge würde ich mit dem Auto nicht wahrnehmen können. Ich fotografiere gerne und hoffe, einige schöne Bilder wieder mitbringen zu können.
Dann kommt immer die Frage, ob es nicht schwer sei, tagelang alleine unterwegs zu sein. In dieser Beziehung habe ich Glück. Ich gehöre zu den Menschen, die auf der einen Seite sehr gesellig sind, sich auf den anderen Seite aber auch tagelang beschäftigen können, ohne dass sie dazu eine weitere Person benötigen.
Es ist 6:45 Uhr. Die Kaffeemaschine brummelt vor sich hin. Das Badewasser ist eingelassen. Wer weiß, wann es das nächste Wannenbad gibt. In einer Stunde geht es los. Ich habe noch nicht alles gepackt und suche schon die ersten Sachen. Die Sonne blinzelt durch die Wolken in mein Wohnzimmer. Ich habe eben die Nase auf den Balkon gehalten: sehr warm ist es nicht.
Beim Transport der Rikscha nach Lemgo (Do) habe ich einen pensionierten Lehrer kennengelernt. Wir sind einige Kilometer zusammen gefahren …..und heute waren 50 Euro auf dem Spendenkonto! Dankeschön!!
Einige Dinge hätte ich mir heute schenken können. Um 8:15 Uhr kam ich auf dem Alten Markt an. Herr Schürkamp war schon da. Peter und Dennis bauten die Musikanlage auf – und das alles für 4 Bekannte, die sich hierhin verirrt hatten.
Ich werde mir sicherlich darüber Gedanken machen müssen, welche Veranstaltungen wirklich noch lohnen. In Lemgo waren fast 25 Leute gekommen. Morgen sind schon über 20 Anmeldungen bei Lorenbeck und in Herford ist tote Hose. Das erinnert mich an die Kinoveranstaltungen in der Meierfeldschule. Viele Senioren hatten ein anspruchsvolles Kinoprogramm gefordert und gekommen sind 3-20 Gäste. Von denen, die ein derartiges Programm gefordert hatten, habe ich niemanden gesehen. Na ja, ich habe jetzt ja 6 Wochen Zeit, um mir Gedanken darüber zu machen. Ich werde definitiv einige Dinge in Zukunft nicht mehr, oder zumindest anders machen. Eines werde ich sicher haben: mehr Freizeit!
Auf jeden Fall möchte ich mich bei Peter und Dennis für die Musik, bei Herrn Schürkamp für die netten Worte und bei den vier treuen Herfordern fürs Erscheinen bedanken.
Schön fand ich, dass ich noch ins Gespräch mit Gewerkschaftsmitgliedern kam (Vorbereitung für 1.Mai-Veranstaltung). Bodo, ich werde Euren Westerwelle-Teddy bis nach Tallinn mitnehmen… es ist mir eine Ehre und ich wünsche Euch einen schnellen Erfolg!!
Nach einem Interview mit Radio Lippe ging es pünktlich um 9 Uhr los Richtung Jöllenbeck und Häger. Dort warteten Thorsten und Stefan und gemeinsam ging es weiter Richtung Warendorf-Telgte-Münster. In Telgte meldete sich ein Radiosender aus dem Grenzland. Die möchten Montag berichten.
Gasthof Tatenhausen:
Bier mäßig genossen, schadet selbst in großen Mengen nicht
im Friedenssaal
In Münster war die nächste Geschichte, die ich mir hätte schenken können. Vorm Friedenssaal war niemand. Hin und wieder schaute der Hausmeister raus, der auch für den Termin bestellt war. Er versuchte die Bürgermeisterin zu erreichen, was nicht gelang. Dann zeigte er uns noch den Friedenssaal, aber die geplante Begrüßung fand nicht statt.
Ich will hier rein!
Dieser Satz stammt der "Legende" nach von einem früheren Juso-Vorsitzenden, dem später tatsächlich im Kanzeramt aufgetan wurde. War zwar nicht gut, aber er kam rein!
Tja Birgit, sorry! Ich habe Dich echt nicht als Birgit aus Krauchenwies wahrgenommen und die Sache ist mir fürchterlich peinlich. Vielleicht klappt es ja morgen mit einem alten westfälischen Gericht in Rheine bei Lorenbeck……falls nicht: ich fahre 2011 zur Kur nach BW und dann klappt es vielleicht!
In Herford eine Stunde, die ich lieber eher losgefahren wäre und in Münster 1 Stunde, die ich besser schon im Hotel verbracht hätte......
Das Wetter war ok—heiter bis wolkig, kühl und gegen Abend einige Tropfen.
Seit Greffen macht mir meine Hüfte verstärkt zu schaffen. Ich befürchte, dass ich schon bald meine Notfallmedikamente benötige, die ich ja eigentlich nur für den Notfall der nicht eintritt mitgenommen habe.
Knapp 100 Kilometer waren es heute. Die Netto-Fahrtzzeit lag bei gut 6,5 Std.
Jetzt sitzen wir im Blauen Haus und das Finale des heutigen Tages ist sehr nett
5 Hansestädte standen heute auf dem Programm der ersten Etappe von Herford nach Münster. Seit etwa 6 Jahren wohne ich in Herford. Herford ist die Hauptstadt der "Westfälischen Hanse" der Neuzeit. Sie wurde 1983 in Herford gegründet.
Hier einige Daten zu den Städten, die wir am 01.05.2005 durchradeln:
Geschichte In günstiger und auch militärisch nicht unwichtiger Verkehrslage gelegen, entstand Herford um 789 (Vita Waltgeri) aus dem Zusammenschluss dreier Höfe (Adonhusa, Herifurth und Libbere). Um 800 entstand das bedeutende Frauenstift Herford. Im Jahre 823 nahm Kaiser Ludwig der Fromme das Kloster in seinen persönlichen Schutz. Bald darauf entwickelte sich auch eine Kaufmannssiedlung. 833 verlieh Ludwig der Fromme dem Kloster Herford das Markt-, Münz- und Zollrecht. Besonders die Ottonen waren Herford eng verbunden: Die Frau Heinrichs I., Mathilde, war hier erzogen worden, Otto der Große bestätigte 973 Markt- und Zollrechte; mit dem bestätigten Marktprivileg gehörte Herford zu den ältesten Märkten in Deutschland. 1011 gründete die Äbtissin Godesdiu vor den Toren der Stadt das Stift auf dem Berge als Ausbildungsstätte für die Töchter des niederen Adels.12. bis 15. Jahrhundert [Bearbeiten]
Herford war im Mittelalter ein bedeutendes geistliches und geistiges Zentrum. Zu dieser Zeit war es auch eine der am besten befestigten deutschen Städte mit fünf Stadttoren und 14 Türmen, die den verschiedenen Zünften zugeordnet waren. Sie waren Teil der 3,5 km langen Stadtbefestigung mit Mauer, die von der Werre, der Aa und dem Stadtgraben umgeben war. Die heute zugeschüttete Bowerre markiert den ursprünglichen Verlauf der Werre, während die heutige Werre Teil der Stadtbefestigung war. Als 1765 die Stadtbefestigung nicht mehr benötigt wurde, wurde das Material versteigert. Heute umschließt dort der Stadtwall, der im überwiegenden Teil Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist, die Innenstadt.
In staufischer Zeit wurde Herford reichsunmittelbar (1147, bestätigt von Friedrich Barbarossa 1152); spätere Kaiser bestätigten verschiedene Rechte von Stift und Stadt. Um 1170 wurde eine Bürgergemeinde gebildet und das Stadtrecht verliehen, wobei das Dortmunder Stadtrecht als Vorlage diente. Herford erhielt zu Beginn des 13. Jahrhunderts eine Ratsverfassung. Um 1220 ist die früheste Erwähnung des Herforder Stadtrates nachweisbar. Er war damit einer der ersten in Deutschland. Herford war Mitglied des Ladbergener Städtebundes und sehr aktiv in der Hanse tätig (Hansestadt von 1342 bis ins 17. Jahrhundert). Neben den geistlichen Niederlassungen (Sancta Herfordia) kam es in der Stadt auch zu einer regen kaufmännischen Tätigkeit; besonders wichtig war die Tuchproduktion (seit dem 14./15. Jahrhundert).
Bis 1634 war die Neustadt selbständig und hatte neben der Altstadt einen eigenen Bürgermeister. Die Außengrenzen des mittelalterlichen Staates Herford blieben bis 1969 Stadtgrenze von Herford.
In der Frühen Neuzeit bemühte sich die der Reformation zugewandte Stadt um die erneute Bestätigung als Reichsstadt, was 1631 gelang. Die Stadt wurde aber nach dem Westfälischen Frieden widerrechtlich 1652 von Brandenburg besetzt und verlor die Selbstständigkeit. Herford wurde Mitte des 19. Jahrhunderts industrialisiert und war seit 1935 Garnisonsstadt (noch heute sind britische Truppen dort stationiert). Herford um 1840
1816 wurde Herford Kreisstadt innerhalb der preußischen Provinz Westfalen.
1847 erhielt Herford Anschluss an die Cöln-Mindener Eisenbahn. Die Strecke wurde am 29. September 1868 elektrifiziert. Im Jahre 1880 wurde die Strecke Herford - Detmold - Altenbeken und 1904 die Strecke nach Bünde gebaut.
Im August 1900 wurde die Herforder Kleinbahn nach Enger eröffnet und im September erfolgte die Verlängerung bis Spenge und Wallenbrück. 1902 kam eine Strecke über Bad Salzuflen und Exter nach Vlotho hinzu. Die Schmalspurbahn (Meterspur) wurde in den 1930er Jahren elektrifiziert. Die Einstellung des Betriebes erfolgte 1962 auf der Strecke Herford – Vlotho, 1966 auf der Strecke Herford - Spenge.
1911 wurde Herford kreisfrei. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt durch Bombenangriffe – vergleichsweise – nur gering zerstört. Knapp 40 Prozent der Häuser waren leichter beschädigt, sieben Prozent wiesen mittlere bis schwere Schäden auf und nur etwa sechs Prozent waren total zerstört. Nach dem Krieg fiel ein Teil der historischen Bausubstanz einer vereinfachenden Stadtplanung zum Opfer. So wich das ganze Quartier um die Bergertormauer einem 4-spurigen Straßen-Neubau. Dennoch blieb der mittelalterliche Grundriss der Stadt weitgehend erhalten und bleibt trotz der umfangreichen Abrissarbeiten bis heute nachvollziehbar.
Die Stadt wurde im Zuge der kommunalen Neuordnung am 1. Januar 1969 wieder in den Kreis Herford eingegliedert. Dabei wurden die acht umliegenden Gemeinden Diebrock, Eickum, Elverdissen, Falkendiek, Herringhausen, Laar, Schwarzenmoor und Stedefreund eingemeindet, wodurch die Einwohnerzahl von etwa 55.000 auf über 67.000 anstieg. Die Fläche des Stadtgebiets verdreifachte sich von 25 km² auf 78,95 km².
Am 25. Juni 1983 wurde in Herford der Westfälische Hansebund gegründet. Ihm gehören 43 ehemalige Hansestädte aus Westfalen und dem angrenzenden Niedersachsen und Hessen an. Der internationale Hansetag findet im Jahre 2013 in Herford statt.
1988 - ein Jahr vor der 1200-Jahr-Feier - wurden bei Ausgrabungen wertvolle Funde in den Resten der Abteigebäude aus karolingischer und ottonischer Zeit gemacht.Chronik-Tafel [Bearbeiten] Jahr -- Ereignis 789 Gründung eines Klosters für Töchter sächsischen Adels durch den Edlen Waltger (Wolderus) in Müdehorst (heute Bielefeld) um 800 Verlegung des Klosters in den Mündungswinkel von Aa und Werre nahe den Höfen Herivurth (Oldenhervorde), Odenhausen (Adonhusa) und Libbere 823 Umwandlung des Eigenklosters zu einem Reichskloster durch Kaiser Ludwig den Frommen und Ausstattung mit zahlreichen Besitzungen 825 Tod des heiligen Waltgeri (Wolderus), dem Gründer des ältesten Damenstifts in Alt-Sachsen. 851 Bestätigung der Reichsfreiheit des Klosters durch Kaiser Ludwig den Deutschen. Langsame Entstehung der Stadt Herford 926 Zerstörung von Stift und Stadt durch Ungarische Truppen 927 Bestätigung der Privilegien des Reichsklosters durch König Heinrich I. 926 - 973 Entstehung der Legende einer Marienvision. Wallfahrten um den 19. Juni, aus der im Laufe der Zeit der Jahrmarkt „Vision“ entsteht. 973 Bestätigung des bestehenden Markt-, Münz- und Zollrechts des Klosters durch Kaiser Otto den Großen als Voraussetzung für den wirtschaftlichen Aufstieg 1011 Gründung des Stifts auf dem Berge vor Herford für Töchter des niederen Adels. 1147/1152 Reichsunmittelbarer Schutz des Stiftes durch Konrad III. und Friedrich I. Barbarossa um 1155 Erklärung der Papstunmittelbarkeit und kirchlicher (quasi bischöflicher) Selbstständigkeit des Stiftes durch Papst Hadrian um 1170 Bildung einer Bürgergemeinde und Verleihung des Stadtrechts ab 1220 Bau der Münsterkirche als erstem sakralen Hallengroßbau in Westfalen anstelle eines Vorgängerbaues. Errichtung von drei weiteren Hallenkirchen in den folgenden 150 Jahren: der auch als Pilgerkirche dienenden Jakobikirche, der Johanniskirche und der Marienkirche Stiftberg. um 1220 Entstehung einer Ratsverfassung (als zweite Stadt in Westfalen) 1224 Gründung der Herforder Neustadt durch die Äbtissin und den Erzbischof von Köln als Schutzherrn 1246 Beteiligung mit Münster, Osnabrück, Minden und Coesfeld am Ladbergener Bund, einem der ersten deutschen Städtebünde 1256 Erwerb des bisher abteilichen Burggerichts durch die Stadt Herford gegen die Zusicherung des Schutzes. Gemeinsame quasi reichsstädtische Verwaltung der Belange der Stadt durch Stift und Stadt (Kondominat). Abschluss der Stadtbefestigung. ab 1295 Teilnahme an hansischen Aktivitäten, ab 1356 an der Städtehanse 13./14. Jhd. Ansiedlung zahlreicher Klöster und christlicher Vereinigungen (Sancta Herfordia) 1342 Herford wird Hansestadt 1375 Niederschrift des geltenden Rechts im Herforder Rechtsbuch, einer der bedeutendsten mittelalterlichen Rechtshandschriften 1382 Übertragung der Reichsvogtei (Schutzherrschaft) an die Herzöge von Jülich-Berg 1414 Verlegung des Stifts St. Dionys aus Enger (mit Dionysius-Schatz und den Gebeinen Widukinds) an die Herforder Johanniskirche ab 1530 Einführung der Reformation in Herford. Wegbereiter waren die Fraterherren (Korrespondenz mit Martin Luther) und die Augustinereremiten. Schließung von zahlreichen geistlichen Instituten. Die Abtei bleibt zunächst katholisch. 1631 Erklärung zur Reichsstadt durch das Reichskammergericht 1634 Vereinigung von Alt- und Neustadt 1636 Anton Fürstenau rettet die Stadt vor ihrer Zerstörung durch die sich streitenden schwedischen und kaiserlichen Truppen. 1638 Der große Stadtbrand vernichtete einen großen Teil der Radewig. 1647/1652 Besetzung durch den Brandenburgischen Kurfürst aufgrund der jülischen Erbfolge. Verlust der Selbstständigkeit nach längerem Widerstand. 1652/18. Jhd. Verarmung zur Ackerbürgerstadt als Auswirkung des Dreißigjährigen Krieges (Schulden) und der Wirtschaftspolitik Brandenburg-Preußens um 1720 Preußische Verwaltungs- und Steuerreformen bestätigen Herfords Charakter als abhängige preußische Landstadt 1802 Säkularisierung und Auflösung der Fürstabtei, des Stiftes auf dem Berge und des Stiftes St. Johann und Dionys 1807 Herford gehört zum Königreich Westphalen (bis 1813), zunächst als Teil des Weser-Departments, ab 1811 des Fulda-Departements 1816 Erhebung zur Kreisstadt und Gerichtssitz innerhalb der seit 1813 bestehenden preußischen Provinz Westfalen 1847 Bau der Köln-Mindener Eisenbahn und des Herforder Bahnhofs. Einsetzen der Industrialisierung und der Wohn- und Industrieansiedlung über den Bereich der früheren Stadtbefestigung hinaus 1852 Einweihung der Synagoge der jüdischen Gemeinde. 1896 Bau des Wasserwerkes. Errichtung des Wittekind-Denkmales als Andenken an den Baubeginn. 1902 Betriebsaufnahme der Herforder Kleinbahn. Gründung eines städtischen Elektrizitätswerkes. 1909 Gründung des Elektrizitätswerkes Minden-Ravensberg 1911 Herford wird kreisfrei und scheidet aus dem Kreis Herford aus 1913 - 1917 Bau des neuen neobarocken Rathauses und der Markthalle auf dem Gelände der früheren Abtei 1940 - 1945 Kriegszerstörungen durch Fliegerangriffe im Zweiten Weltkrieg (etwa 5%). Deportation und Ermordung von über 100 jüdischen Bürgern. 1945 Besatzung durch Amerikanische Truppen am 4. April. Beschlagnahme des Stadtteils Stiftberg und der Kasernen zur Unterbringung des Hauptquartiers der Britischen Besatzungsmacht. 1966 Der letzte Abschnitt der Herforder Kleinbahn wird stillgelegt. 1968 Bau der innerstädtischen Umgehung (Berliner Straße) und Errichtung von Fußgängerzonen in der Innenstadt 1969 Kommunale Neugliederung. Herford verliert die Kreisfreiheit. Eingemeindung von Elverdissen, Stedefreund, Laar, Eickum, Diebrock, Falkendiek, Schwarzenmoor und Herringhausen-Ost. 1980 Fertigstellung des Innenstadtringes. Neugestaltung des Bahnhofsplatzes mit Bau des dritten Parkhauses. Beginn der Angliederung der Radewig mit dem Gänsemarkt an die Fußgängerzone und der Neugestaltung des Alten Marktes. 1983 Gründung des Westfälischen Hansebundes mit Sitz in Herford mit inzwischen 41 ehemaligen Hansestädten als Mitgliedern 1988 Wertvolle Funde in den Resten der Abteigebäude aus karolingischer und ottonischer Zeit bei Ausgrabungen zwischen Rathaus und Münsterkirche 1989 1200-Jahr-Feier 1994 Am 28. September verbrennen die 23-jährige Bukurjie Haliti und ihr 11-jähriger Bruder Navgim in einer Flüchtlingsunterkunft am Kleinen Feld. Der Brandanschlag ist nicht aufgeklärt worden. 2005 Eröffnung des Museums MARTa (na ja, ich möchte nicht nur die Lichtblicke Herfords aufführen)
Bielefeld war im Mittelalter eine Hansestadt (Hellweg). Im Städtebund der Neuzeit ist Bielefeld kein Mitglied.
Telgte wird 1469 erstmals als Hansestadt erwähnt. Im Jahr 2003 ist die Stadt Telgte am 19. und 20. Juli Gastgeberin der Westfälischen Hansetage.
Stadtführung WarendorfStadtführung Warendorf – von Menschen und Pferden
Die alte Hansestadt Warendorf hat ihren kleinstädtischen, frühneuzeitlichen Charme bis heute bewahrt. Zwischen Fachwerkgiebeln und Bürgerhäusern kann man gut bummeln und das historische Erbe der Stadt kennen lernen.
Die Geschichte Warendorfs ist von einem auf und ab der Krisen, durch Kriege und Religionswechsel sowie durch den Handelsfleiß seiner Bewohner gekennzeichnet. Offen für neues, waren sie vor allem im 17. und 18. Jahrhundert als Tuchhändler erfolgreich.
Warendorfer Leinen galt in Europa bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts als Qualitätsbegriff. Heute hat Warendorf vor allem als „Reiterhauptstadt Deutschlands“ einen besonderen Namen.
Nachfolgend etwas aus Wiki zu den Städtebünden und der Hanse. Nicht ganz unerwähnt möchte ich aber lassen, dass Münster, ebenso wie Osnabrück zu den Städten des Westfälischen Friedens gehörten.
Zeit der Städtebünde und der Hanse
Das historische Rathaus am PrinzipalmarktGegen Mitte des 13. Jahrhunderts schlossen sich die mächtigen Städte zu Städtebünden zusammen, um der Ohnmacht des Kaisers und der herrschenden Anarchie im Heiligen Römischen Reich entgegenzuwirken. Ziel war es, den freien Zugang zu den Märkten zu sichern und eine Schutzgemeinschaft gegenüber Angreifern einzurichten. So schloss sich Münster am 22. Mai 1246 mit den Städten Osnabrück, Minden, Herford und Coesfeld zum Ladbergener Städtebund sowie im Jahre 1253 mit Dortmund, Soest und Lippe zu einem weiteren westfälischen Städtebund zusammen. Diese Bündnisse stellten die ersten Vorläufer der Hanse in Westfalen dar und führten zu einem andauernden wirtschaftlichen Aufschwung. Münster stieg zu einer bedeutenden Handelsstadt in Westfalen auf und der Einfluss der Händler und Kaufleute auf die Stadt wuchs. Nachdem die Bürgerschaft sich bereits während des frühen 13. Jahrhunderts die Aufsicht über Handel und Gewerbe sowie die Akzise sicherte, stellte sie im Jahre 1270 bereits ein erstes militärisches Aufgebot der Stadt. Durch einen Vertrag mit Fürstbischof Everhard von Diest aus dem Jahre 1278 gelangte Münster in den Besitz weiterer Privilegien und erschien auf dem Landtag erstmals als Stand. Die ersten landesrechtlichen Privilegien sicherte sich die Stadt im Jahre 1309, als der damalige Fürstbischof und Landesherr Konrad I. von Berg auf sein Recht am Nachlass minderfreier Bürger verzichtete.
Zeugen von diesem wirtschaftlichen und politischen Aufschwung sind der größere Neubau der bürgerlichen Marktkirche St. Lamberti ab 1375 und das gegen Ende des 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts erbaute gotische Rathaus in direkter Sichtlinie zum Dom, das die politische und rechtliche Eigenständigkeit der Stadt gegenüber dem Bischof demonstrieren sollte. Ebenfalls in diesem Jahrhundert entstand eine weitere wichtige Kirche in Münster, die 1340 erbaute Liebfrauenkirche westlich der Domburg, nachdem ihre beiden Vorgänger jeweils komplett zerstört worden waren. Da sie auf der gegenüberliegenden Seite der Aa liegt („Über den Wassern“), ist sie auch unter dem Namen Überwasserkirche bekannt. Einer der Steine aus den Hansestädten
Im Jahre 1368 wurde Münster erstmals als Mitglied der Hanse in einem Privileg von Albrecht von Mecklenburg, König von Schweden, genannt. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die Stadt bereits lange Zeit vorher in die Hanse hineingewachsen war. Als Folge der sogenannten Stiftsfehde von 1450 bis 1458 schied Münster jedoch 1454 aus der Hanse aus. Die Stiftsfehde war eine Auseinandersetzung zwischen der Stadt und dem Bistum um die Ernennung eines neuen Bischofs. Sie endete damit, dass die Gilden das Recht erlangten, Mitglieder des Stadtrates zu stellen. Gleichzeitig erhielt die Stadt die Hanserechte zurück. Ab 1494 bekam Münster den Status eines Vororts der Hanse in Westfalen und somit wieder eine große Bedeutung durch die Führung des westfälischen Hansequartiers, nachdem Köln aus der Hanse ausgetreten war. Seit der 1200-Jahr-Feier im Jahre 1993 erinnern in der Salzstraße, Münsters ältestem Handelsweg, mit Messing umrandete und in das Pflaster eingelassene Originalsteine aus allen Hansestädten mitsamt deren Stadtwappen an die Bedeutung der Hanse.,