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 Verein zur Förderung von Städtepartnerschaften der Stadt Rheine e.V.Alfred Franz              

 
 Im Wettstreit der Partnerstädte liegt Borne vorn

Borner Partnercomite unterstützt großzügig Benefiztour

 
Anfangs war Erhard Krull von den ersten Hansestädten - Warendorf, Telgte und Münster - enttäuscht. Dank der guten Resonanz hellte sich in Rheine und Nordhorn

trotz des schlechten Wetters seine Stimmung wieder auf. In der niederländischen Partnerstadt Borne erwartete ihn dann eine große Überraschung. Dort lud ihn das Partnercomite auf dem Weg nach Arnheim zu einer Verschnaufspause ein und   überreichte ihm für seine sozialen Zwecke die stolze Summe von 250 Euro. 

 

Dies ist umso bewundernswerter, da Borne zu den kleinen Städten zählt, was die Einwohner betrifft, aber sich sozial besonders stark engagiert und hierbei mit Rheine an einem Strang zieht. Geht es doch dabei vor allem um das gemeinsame Sorgen-kind, das Kinderheim in der litauischen Partnerstadt Trakai. Dies wurde dadurch unterstrichen, dass aus Rheine der Vorsitzende  der Städtepartnerschaft nach Borne gekommen war, der tags zuvor Erhard Krull in der Emsstadt verabschiedet hatte.

 

Was das Spendenbarometer betrifft, hat Borne im edlen Wettstreit der Partnerstädte die Nase deutlich vorn. Aber Alfred Franz hofft darauf, an Borne heranzukommen. Denn auch in dieser Woche bietet das Wirtshaus Lorenbeck Münsterländer Schwei-neweiß weiterhin als Benefizhansegericht an. Es besteht aus Kasslerbraten mit brotgebundenen Meerettichsoße, dazu Stielmus und Kartoffeln. „Es schmeckt her-vorragend“, darin waren sich die Teilnehmer beim Empfang am Sonntag einig.       
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Vechtekurier:

Benefiz-Radler Erhard Krull ist zur "Hansetour 2010" gestartet:
Kein Empfang in Münster, aber in Nordhorn
Lemgo/Herford/Rheine/Nordhorn.
Der Herforder Benefiz-Radler Erhard Krull, der am 30. April in Lemgo zu seiner "Hansetour 2010" aufgebrochen ist, bis Montagmorgen in Nordhorn Station macht und morgen früh von Bürgermeister Meinhard Hüsemann empfangen wird, hat die ersten Widrigkeiten seiner Mammut-Fahrt mit Ziel "Tallinn" bereits hinter sich.

(Mit VechteKurier-Fotostrecke)

 Eigentlich sollte er gestern im Friedenssaal von Münsters Bürgermeisterin Vilhjalmsson empfangen werden, eigentlich. "Ich habe eine Dreiviertelstunde gewartet, doch außer dem Hausmeister war keiner da", beklagt sich der Herforder im Gespräch mit dem VechteKurier. Da war es am heutigen Sonntag im Etappenziel Rheine menschlich schon etwas wärmer: Krull wurde erneut von Alfred Franz, Vorsitzender des Städtepartnerschaftskomitees Rheine und weiteren Mitgliedern des Komitees empfangen.Den Grundstein für diese Bindung nach Rheine hatte Erhard Krull schon 2007 während seiner Tour nach Istanbul  gelegt. Der Rheinenser Architekt Engelbert Nagelschmidt, selbst begeisterter Benefiz-Fahrer,  kam damals eigens zur Verabschiedung auf den Alter Markt in Herford und war ein Jahr darauf parallel zur Krull-Tour nach Trakai in Litauen, eine der Partnerstädt Rheines.Das dortige Kinderheim wurde mit einer zweckgebundenen Spende für am Fetalen Alkohol-Syndrom (FAS) erkrankten Kinder bedacht. Schnell war der Kontakt zum Städtepartnerschaftskomitee geknüpft und Krulkl hat in Alfred Franz und dessen Frau Holde zwei treue Tour-Fans, die heute Abend sogar eigens zum Essen in einem Nordhorner Restaurant aus Rheine eintrafen.Der heutige Nachmittag mit seinen zum Teil heftigen Regengüssen über der Obergrafschaft tat ein weiteres, um die Euphorie des Herforders zu dämpfen, zumal sich seine lädierte Hüfte natürlich auch schon wieder bemerkbar macht. In diesem Jahr will der Bielefelder Beamten in 5 Wochen 50 Hansestädte anfahren. Auch während der "Hansetour 2010" kann sich Krull auf einem Teil der Strecke auf deutsche Gesellschaft freuen. Ein Münsteraner Radler, der Krull auf rund zwei Dritteln der Strecke begleiten will, lässt den Herforder mit der langen Mähne die Schmerzen mit seiner  seit Jahren lädierten Hüfte fast vergessen. Erhard Krull lernte den jungen Mann aus Münster 2008 auf der Tour nach Istanbul kennen und fuhr rund drei Stunden in Richtung Bosporus. Der radelnde Kollege hatte sich auf den Weg ins tschechische Eger gemacht und war auf die von Krull an dessen Fahrrad befestigte Tibet-Flagge auf den Benefiz-Radler aus Herford aufmerksam geworden.Mit dem Erlös aus dem symbolischen Verkauf der einzelnen Etappenorte der "Hansetour 2010", die ihn bis ins litauische Tallin führen wird, sowie mit weiteren Spenden und Zuwendungen aus privaten wie auch aus gewerblichen "Quellen" will Krull mehrere Projekte für Menschen mit Behinderung unterstützen.Durch seine bisherigen Touren nach St. Petersburg, Istanbul und Trakai kamen so über 46.500 Euro zusammen, die unter anderem für die Anschaffung eines neuen Transporters mit Rollstuhllift  verwendet wurden.Mit diesem Transporter wird es Menschen mit Behinderung im Raum Herford ermöglicht, an entsprechenden Veranstaltungen teilzunehmen und so besser integriert zu werden. Weiter wurden "integrative Spaßfahrzeuge", wie zum Beispiel eine Rikscha und mehrere Tandems angeschafft, die den Alltag von Menschen mit Behinderung im Kreis Herford ein wenig bunter machen.Wer Lust hat, den bis in die Spitzen seines langen Haares motivierten Benefiz-Radler in Richtung Niederlande zu verabschieden, sollte sich morgen früh um 9.10 Uhr am Nordhorner Rathaus einfinden. Von da aus geht es zunächst in die Hansestadt Oldenzaal.Mehr zu Erhard Krull, zur aktuellen "Hansetour 2010", zu bisherigen und kommenden Benefiz-Touren des Herforders sowie zur immer größer werdenden Reaktion der Medien sind auf der Webseite www.hanseradweg.eu zu 
 


03.05.2010
Es ist jetzt 7:15 Uhr . Ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass es draußen zumindest noch trocken ist. Der Wetterbericht hat für Borne ab Mittag (voraussichtliche Ankunftszeit 11:30 Uhr) Regen gemeldet. Aber seit der Kachelmann nicht mehr da ist, ist die Qualität der Voraussagen gesunken. Vielleicht habe ich ja etwas Glück. Gestern war es schließlich auch nicht so schlimm, wie vorausgesagt.
Heute Abend wird es vermutlich schwer sein, ins weltweite Netz zu kommen. Ich werde Arnhem erst spät erreichen und in einer Pension wird es vermutlich kein WLAN geben.
So, jetzt wird geduscht, dann gibt es einen wunderbaren Pad-Kaffee und anschließend mal schauen, was der Bürgermeister erzählt.


Ich habe bei Familie Müller sehr gut geschlafen und das reichhaltige Frühstück war „aufbauend“.
Herr Müller hat seine Geburtsstadt  im heutigen Polen für 40 Euro symbolisch erworben.
Um 9 Uhr war der Pressetermin beim Bürgermeister.
Die Stadt Nordhorn ist finanziell auch nicht auf Rosen gebettet und dann die Überraschung:
Der Bürgermeister spendete 50 Euro aus seiner Privatschatulle! Dankeschön!
Sobald ich wieder ins Netz komme, werde ich die 90 Euro auf das bekannte Konto 300927775 bei der Sparda-Bank Hannover (25090500) überweisen.
Etwas spät (ca. 9:30 Uhr) konnte ich aufbrechen. Nach ca. 3 km erreichte ich das Staatsgebiet der Niederlande und nach einer Stunde die erste der drei Hansestädte, die ich heute besuchte:
Oldenzaal (Mitglied der Hanse im Mittelalter, nicht in der Hanse der Neuzeit organisiert).
Kurz vor Borne habe ich mich verfahren. Warum habe ich nicht auf die Stimme des Navigationshandys gehört?  Wahrscheinlich, weil ich die Frauenstimme eingeschaltet hatte ;-)  Direkt neben Borne liegt die Stadt Hengelo und ich war mir sicher, dass dort wo Hengelo war, eigentlich Borne sein musste.
Mit 30 Minuten Verspätung erreichte ich dann das Rathaus von Borne. Alfred und Holde waren schon da.
Alfred,  Deine Unterstützung dieser Tour, ist wie schon 2009 einfach grandios und nicht zu überbieten.
In  einer netten Kaffeerunde u.a. mit dem Städtepartnerschaftsverein Borne erzählte ich einige Anekdoten von frühren Radtouren. Es wurde viel gelacht.
Ich glaube, dass ich die Hansetour 2011 zum Hansetag nach Kaunas in Borne beginnen lasse.
Für die Strecke Borne-Oldenzaal-Nordhorn benötige ich nur 2 Stunden und brauche deshalb keinen gesonderten Tag Urlaub. Bei der Weiterfahrt habe ich einige Alternativen zur diesjährigen Strecke (entweder über Osnabrück, oder über Beckum und Soest.)
Und jetzt die tolle Überraschung in Borne: Die drei Projekte dieser Hansetour werden mit 250 Euro unterstützt!! Ich danke Euch in Borne von ganzem Herzen. Ihr seid einfach klasse, auch wenn die Niederländer nie Fußballweltmeister werden ;-)
Über die Hansestadt Zutphen ging es weiter zur früheren Hansestadt Arnhem.
Gegen 20:30 Uhr erreichte ich meine Unterkunft.
Alle Unterkünfte in den Niederlanden hat der Künstler Jan Hulsebos für mich ausfindig gemacht. Jan, ich danke Dir. Bei der heutigen Unterkunft hattest Du ein passendes Händchen:
einfach, aber preiswert und die Leute waren sehr nett. Ich bekam sogar noch eine kräftige Rindfleischsuppe.

130 km (16 km/h Schnitt netto)
Wetter: kalt und stark bewölkt. Am frühen Abend setzte bei ca. 7-8 Grad Nieselregen ein. Ich bin ganz schön durchgefroren am Ziel angekommen. Ein Trost: Der Wind war kaum spürbar.
Die letzten 40 Kilometer sind mir schwerer gefallen, als dies in jungen Jahren der Fall war. Damals war ich nach 170 km durch die Mittelgebirge kaum müder, als heute auf guten Radwegen (Fietspads) bei unseren westlichen Nachbarn.

Zu meinem Navigationshandy:
Eigentlich bin ich von Geburt an stur (liegt stark an den geerbten Genen). Wegen der Geschäftspolitik eine gewissen Herrn Müller aus dem schönen Bayern (ach nee, jetzt Österreich) kaufe ich keine Müller-Produkte. Das gelingt mir auch bis auf wenige Ausnahmen, denn ich habe lange Zeit nicht gewusst, dass wo „Weihenstephan“ draufsteht, tatsächlich „Müller“ drin ist. Bei Müller bin ich also meiner Linie, oder besser dem westfälischen Sturkopf treu geblieben.
Anders ist es bei Nokia. Ich hatte nie ein Nokia-Handy und nach der Verlagerung der deutschen Betriebsstätte von Bochum nach Rumänien hatte ich mir vorgenommen, nieee ein Nokia-Handy käuflich zu erwerben. Jetzt war mein altes Handy nach 10 Jahren klotten und ich benötigte sowieso ein neues. Warum zusätzlich ein Navigationsgerät oder ca. 20 Fahrradkarten, wenn es bei Nokia alle Karten weltweit im Fussgänger- und Automodus (leider nicht Radmodus) bis zu meinem Lebensende kostenlos gibt. Dieses Mal hatte der Verstand gegen den alten Sturkopf gewonnen.
Jetzt läuft also seit 3 Tagen der Test für den Skeptiker Krull, ob das Handy Nokia 5800 Navigation Edition für Radtouren geeignet ist. Ich bin eigentlich ziemlich zufrieden, musste aber zu Beginn auch lernen: Der Fussgängermodus ist zumindest für mich ungeeignet (weil keine Sprachführung, sondern nur Vibration bei Richtungsänderung).
Ich habe (sorry, Thorsten hat für mich) den Automodus eingegeben und zwar kürzeste Strecke und keine Autobahn. Die freundliche weibliche Stimme habe ich so laut gestellt, dass ich die Anweisungen auch aus der Trikottasche gut verstehen kann. Die Ortung aus dem Weltraum ist grandios genau (big brother ist watching you).
Ein Problem gibt es nur dann, wenn einzelne Straßen für Radfahrer nicht erlaubt sind. Dann muss ein Alternativweg gefunden werden. Aber die Auswirkung dieses Problems hielt sich in Grenzen. Zu beachten ist, dass das Akku im Navigationsmodus nur 1,5 Stunden hält. Ich habe zwar 3 Akkus mitgenommen, aber ich könnte gut noch ein oder zwei mehr gebrauchen.

Fazit für heute: tolle Begrüßungen in Nordhorn und Borne erwärmten bei kalter Witterung das Herz des einsamen Radlers ;-)
340 Euro Spenden finde ich gnadenlos gut! Ein herzliches DANKESCHÖN an alle.

@Rainer: Könntest Du mir bitte nach meiner Tour die Adressen des Herrn Müller und des Bürgermeisters übermitteln, damit ich ihnen die Spendenquittungen fürs Finanzamt zusenden kann. Falls das Finanzamt bei Herrn Müller, sen. keine Ambitionen für eine Steuerfestsetzung hat, würde die Privatanschrift des Bürgermeisters genügen.

Zu den nächsten Tagen:
Das Wetter soll sich leicht bessern: trocken und bis 15 Grad.
Bis Stralsund sind die Etappen kaum länger als 100 Kilometer, zweimal sogar erheblich kürzer.  Ich bin guter Hoffnung, an allen Tagen bis spätestens 18 Uhr im Hotel zu sein.
Ab Deutschland (Leer) bis zur poln. Grenze kann ich wieder meinen WLAN-Stick nutzen und dann wird es täglich und pünktlich Gästebucheinträge geben. Mal schauen, ob ich in Zwolle, Workum und Gronigen zumindest Internetcafes finde.

Jetzt ist es kurz vor Mitternacht und ich habe kein Netz.
@Marlies: ab Leer gibt es wieder jeden Abend Deine Gutenachtgeschichten—versprochen ist versprochen!


24.04.2010
Um 9 Uhr ist eine Verabschiedung beim Nordhorner Bürgermeister geplant. Dadurch verschieben sich alle Termine um eine Stunde.
Nordhorn war zwar keine Hansestadt, lag aber im Mittelalter an einer wichtigen Handelsroute zwischen westfälischen und niederländischen Hansestädten. Zum Beispiel Zwolle war vor der Eindeichung noch eine Hafenstadt an der Nordsee!
Gegen 11:30 Uhr werde ich die Rheinenser Partnerstadt Borne erreichen und dort spätestens um 12:30 Uhr weiterfahren.
Ich hoffe, gegen 20 Uhr Arnhem zu erreichen, es kann aber durchaus später werden.

Die Etappe wird möglicherweise die längste der gesamten Tour.




05.04.2010
Die Unterkunft in der früheren Hansestadt Arnhem (kein Mitglied im Hansebund der Neuzeit) ist gebucht. Für 33 Euro (Ü/F) habe ich ein Zimmer in der Pension de Tamboer buchen können. Von Nordhorn (Abfahrt frühestens 9:15 Uhr) nach Arnheim wird es ein sehr langer Tag werden und deshalb habe ich schon bei der Buchung auf die Möglichkeit einer späten Ankunft hingewiesen.

 
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