Heute bin ich in einer Stadt gelandet, die ich den Weeners widme. Weener beinhart mit seinem Bölkstoff und Weener, dem früheren SPD-Recken. Damals war in der Polituk wenigstens noch etwas los:
Den CDU-Abgeordneten Jürgen Wohlrabe titulierte Weener als „Herr Übelkrähe“, Jürgen Todenhöfer als „Hodentöter“. Dem SPD-Abgeordneten Franz Josef Zebisch, der sich über die in den 1960er Jahren noch übliche alphabetische Sitzverteilung beklagte, empfahl Weener, sich in „Genosse Arschloch“ umzubenennen
Was Lueg konnte, kann ich bei Weener auch: Den Reporter der ARDErnst Dieter Lueg redete Wehner während eines Interviews am Abend der Bundestagswahl 1976 als Herr Lüg an. Der Reporter revanchierte sich zum Abschied mit den Worten: „Vielen Dank (...) Herr Wöhner (Weener)
Aber Herbert Weener hatte auch etwas mit der Hanse zu tun, ansonsten hätte ich ihm heute diese Passage nicht gewidmet: 1986 wurde Wehner zum Ehrenbürger der Freien und HansestadtHamburg ernannt
Zum heutigen Tag:
07.05.2010
105 km -- 12,5 km/h – regnerisch, Gegenwind, tw. Seitenwind, 10 Grad, abends Wind abnehmend . Kondition für die Verhältnisse ok, zumindest besser als gestern Abfahrt: 9:45 (wie immer viel zu spät) Ankunft: 22:00 Uhr in Weener
8:00 Uhr Blick aus dem Fenster: Regen. Blick in die Bäume: Wind Blick auf den Frühstückstisch: große Klasse! Übernachtungspreis: 20 Euro – danke!! Ich habe gut und lange geschlafen. Seit 7:30 Uhr sitze ich am Frühstückstisch und unterhalte mich nett mit der Dame des Hauses und später auch mit ihrem Mann. Die Zimmer der vier Töchter werden nicht mehr gebraucht und aus zwei der vier Zimmer wurde eine sehr nette Ferienwohnung gemacht. Von der Dame erfahre ich, dass heute für den ganzen Tag leichter Regen angesagt ist. Der Wind, der gestern aus Nordost kam, soll die nächsten Tage aus Nord kommen. Dann hätte ich ihn zumindest nicht so frontal wie gestern. Dabei habe ich mal in der Schule gelernt, dass die vorherrschende Windrichtung West ist. Entweder haben meine Lehrer das nicht besser gewusst, oder es sind die Auswirkungen des Klimawandels, die mich seit zwei Tagen wider Erwarten kämpfen lassen. Gestern bin ich wieder nicht ins Netz gekommen, aber es hat einen Gästebucheintrag gegeben, wo ich bin. In Anbetracht meines WLAN-Sticks werde ich bis gut Mitte Mai jeden Tag ins Netz kommen. Ab Stettin wird es abhängig von den Möglichkeiten in den Übernachtungsherbergen sein. Da ich mit der Heimat über einen regen SMS-Austausch verbunden bin, wird an den Tagen, an denen ich selber nicht im Netz bin, eingestellt, wo ich übernachte und ob ich noch im Zeitfenster bin.
Karin aus der Provinz Limburg (siehe GB Einträge) treffe ich 12 km vor Groningen und wir fahren bis 12 km hinter Groningen zusammen.
Da ich immer noch mit dem Wind zu kämpfen habe, scheinen mir die 105 km (vermutlich, morgen schaue ich auf den Tacho) ok. Um 22 Uhr hatte ich keine Lust mehr, großartig nach Übernachtungsmöglichkeiten zu suchen. Das Hotel ist sehr gut und das ein oder andere Mal werde ich Übernachtungspreise von 60 Euro nicht vermeiden können.
Ich habe gestern und heute wieder gelernt (nee, eigentlich wusste ich das). Wenn ich bei dem Gegenwind in die Büsche muss, schaue ich immer in die Richtung, aus der ich gekommen bin ;-)