08.05.2010 Letzte Nacht bin ich um 1:30 Uhr ins Bett gegangen. Nach zwei internetlosen Tagen wollte ich das Tagebuch aktualisieren und mich über die Neuigkeiten in der Heimat informieren. Dazu gehört u.a. die Zeitungslektüre der NW.
Seit 7:00 Uhr sitze ich am Frühstückstisch. Es regnet. Der Wind scheint etwas nachgelassen zu haben. Trotzdem wird es sehr schwierig werden, Bremen heute noch zu erreichen. Da ich gebucht und bezahlt habe, bleibt mir aber nur diese Alternative übrig. Ich werde gleich eine Mail losenden, bis wann ich heute Abend kommen kann. Für die Schlachte ist eh das Wetter zu schlecht.
@Uta: Von Weener aus lasse ich mich per Navi die kürzeste Strecke führen. Es geht praktisch immer genau östlich.
09.10.2010 um 00:45 Uhr -- ich bin müde, aber bevor ich alles vergesse, hier noch der heutige Tagebucheintrag. In Anbetracht der Müdigkeit: Tippfehler sind bewusste Extravaganzen meiner Tastatur!
Frühstück gab es heute um 7:00 Uhr. Aber es dauerte wieder bis 9:30 Uhr, bis ich loskam. Als es ans Bezahlen ging, brauchte ich für die drei Biere gestern nichts bezahlen, weil die Chefin nach eigenen Angaben von der Idee dieser Fahrt beeindruckt ist.
Wetter: stark bewölkt, meistens trocken, der Wind ist nicht wahrnehmbar. Die Temperaturen lagen bei max. 13 Grad, aber ohne Wind ist das schon fast wieder angenehm.
Gegen Mittag treffe ich in einer Eisdiele ein Radlerpaar, die auch schon große Fahrten unternommen haben, wie z.B. Santiago und zurück (7000 km). Statt der geplanten Pausen von 20 Minuten sitzen wir 1,5 Stunden zusammen. Eine netter Gedankenaustausch. Dann die Frage: "Was machst Du eigentlich beruflich, dass Du so einfach 6 Wochen wegfahren kannst?" "Rate mal" "Entweder xxxxx oder yyyyyy!" Treffer, Schiff versenkt! Bingo!
Ich habe immer gesagt, wenn jemand meinen Beruf auf Anhieb errät, gehe in in Rente. Jetzt ist es wohl soweit.
Es läuft heute ganz gut, insbesondere weil der Wind fehlt. In Delmenhorst und auch in Bremen verfahre ich mich. Ich hasse Großstädte, wenn ich sie mit dem Fahrrad durchqueren muss.
Am späten Nachmittag habe ich etwas gegessen, was ich nicht hätte essen sollen. Mit Mühe und Not erreiche ich in Oldenburg eine weitere Eisdiele und im letzten Moment die Toilette. Ich weiß nicht, ob ich so weiter fahren kann, aber nach 30 Minuten scheint alles ok zu sein und weiter geht es Richtung Bremen.
Durch mehr als 10 Umwegkilometer (das Navi führt mich auf nicht für Radler zugelassene Straßen in Delmenhorst und in Bremen) erreiche ich die Unterkunft erst um 22:40 Uhr nach 130 km und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,5 km/h.
Ich konnte bei dem trüben Wetter nicht viele Fotos machen, obwohl es gute Motive gegeben hätte.
Zwei, die auch bei trübem Wetter halbwegs gelangen:
stimmt!
05.04.2010
Ich habe heute die Unterkunft (EZ im Hostel-Posty) für knapp 35 Euro gebucht. Eine persönliche Bewertung der Unterkunft erfolgt am 09.05.