Es ist der 9.5. um 00:50 Uhr, also ist der Sonntag schon angebrochen. Die für Jürgen liebste Frau der Welt (Gudrun) hat heute Geburtstag. Wenn mir Jürgen gestern nicht eine SMS gesandt hätte, hätte ich Schussel diesen Termin wieder mal versäumt. Liebe Gudrun: Alles Liebe und Gute aus Bremen!! .....und in unserem Alter sagt man wohl auch: viel Gesundheit!
Jürgen, genannt "der Lipper" hat sich zum Geburtstag etwas Besonderes einfallen lassen. Er möchte Dir, liebe Gudrun, die Stadt symbolisch schenken, die ich heute versuche zu erreichen, nämlich Buxtehude. Heute Abend verrate ich Euch, woher der Spruch mit den schwanzbellenden Hunden in der Hansestadt kommt.
Jürgen fragt, wie er das mit dem symbolischen Kauf bewerkstelligt. Ist doch ganz einfach. Ich habe für diese Tour das Unterkonto 300927775 freigeschaufelt (BLZ 25090500 bei Sparda-Bank Hannover). Einfach den Betrag auf dieses Konto überweisen und "Der Lipper" draufschreiben.
Die Unterkunft in Bremen war ok. Im Hostel Posty (eine Art moderner JH) hatte ich ein EZ gebucht. Das Zimmer war ok, die Gemeinschaftsduschen und -toiletten waren sauber, die Betreiber waren nett. Das Hostel liegt direkt neben dem Bahnhof. Wer eine günstige Unterkunft im Zentrum sucht, ist hier richtig. Nach dem Start (10 Uhr) finde ich nach 1 km einen Bäcker und dort gibt es Frühstück. Deshalb geht es erst um 10.30 Uhr so richtig los.
13:00 Uhr Ich sitze seit fast einer Stunde bei einem Brunch in Fischerhude und hoffe, gleich auf den Radweg HB-HH zu stoßen. Buxtehude liegt nur wenige Kilometer abseits dieser Radroute.
Ich bleibe wohl zu lange dort (2,5 Std.). Diese Zeit fehlt mir abends.
Ankunft in Buxtehude gegen 22 Uhr. Ich suche das Hotel "Zur Mühle" auf. (EZ 79 €) Abgekämpft erreiche ich die Reception in der 1. Etage. So eine unfreundliche Bedienung hatte ich lange nicht mehr. Das Hotel sei ausgebucht. Auf meine Frage, wo denn das nächste Hotel sei: links und rechts.
Nachtrag: Ich hatte mich meiner Vermutung recht. Das Hotel war nicht einmal zur Hälfte ausgelastet. Die Dame hatte einfach keine Lust und den späten Gast unterschätzt. Eine Mail an den Betreiber des Hotels und an die Stadtinformation Buxtehude zeigte Wirkung. Der Betreiber hat mich angerufen und für die Mail bedankt. Ich habe ihm den Sachverhalt genau geschildert und dies führt zur sofortigen Entlassung der Dame. So gerne ich die Mail hier veröffentlicht hätte: Nach dem Gespräch mit dem Inhaber, Herrn Albrecht, ist die Angelegenheit für mich erledigt.
Nach einigen Fehlversuchen habe nach 110 km (14,5 km/h) im Hotel "Stemmann" Glück. Ein EZ ist frei und die Betreiberin sehr nett (48 €) Wetter: Wind kein Problem, 10 Grad, bewölkt, trocken
10 Minuten später frage ich in einem Restaurant: "Gehen Sie zum Hotel "Zur Mühle", dort ist immer etwas frei. Was, ausgebucht? Das wäre aber neu."
Tja Gudrun, nicht nur Du hast Geburtstag. Heute ist auch ein neuer Erdenmensch auf die Welt gekommen. Die moderne Technik macht es möglich, dass ich hinter Bremen in Minuten von dem Ereignis erfahren habe. Zur Zeit der Hanse hätte ein Meldereiter dafür ca. 41 Stunden benötigt. Julia und Ben, ich gratuliere Euch ganz herzlich zur Geburt Eures Sohnes (ich vermute, dass sich am Geschlecht nichts mehr geändert hat). Nachtrag: Der Sohnheißt Noah Ich weiß. wie sehr Ihr beide Euch hierauf gefreut habt und ich freue mich mit Euch. Es ist nur schade, dass ich zum Einpinkeln nicht zu Hause bin. Nachwuchs zu Muttertag: Julia, das habt Ihr aber gut hinbekommen.
Zitat: "Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.” Dante Alighieri (1265-1321), ital. Dichter
"Ein Kind betritt deine Wohnung und macht in den folgenden zwanzig Jahren so viel Lärm, daß du es kaum aushalten kannst. Dann geht das Kind weg und läßt das Haus stumm zurück, daß du denkst, du wirst verrückt"
"Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Flug. Doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten"
„Wer kein Kind hat, hat kein Licht in den Augen.” Aus Persien
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@Juliana alias Frederike: Wie hast Du mich denn im Netz wieder gefunden? Zufälle gibt es!!
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@Jürgen: Ich weiß ja, dass Du es vor Spannung kaum aushalten kannst. Es steht noch die Frage nach den mit den Schwänzen bellenden Hunden aus. Die gibt es nur in Buxtehude. Viele Menschen meinen, dass es einen Ort Buxtehude gar nicht gibt (das ist ja bekanntlich bei dem imaginären Ort Bielefeld auch der Fall). Ich habe mal gegoogelt:
Buxtehude, wo die Hunde mit dem Schwanz bellen...In Nordniedersachsen gibt es eine Stadt, von der viele meinen, daß es sie überhaupt nicht gibt. Viele halten sie schlicht für einen Witz, der immer wieder erzählt wird, wenn einer behauptet, er käme aus Buxtehude. Kennen Sie den? In Buxtehude, wo die Hunde mit dem Schwanz bellen..
Sie werden sich wundern, diese Stadt und ihre merkwürdigen Hunde gibt es tatsächlich - und zwar schon seit 1000 Jahren. Buxtehude liegt vor den Toren Hamburgs, ist ein schönes Städtchen mit viel Fachwerk, Brücken und Flüßchen und zählt 40 000 ziemlich normale Einwohner. Und die Hunde bellen am lautesten Sonntagmorgens mit dem Schwanz, außerdem bei Hochzeiten, Beerdigungen und bei Feuer. Und das geschah so: Schuld haben die Holländer. Im 13. Jahrhundert gründeten holländische Wasserbauern die Stadt, die es nicht geben soll. Die Holländer waren bekanntlich praktische Leute. Sie zeigten den Buxtehudern nicht nur, wie man durch geschickten Grabenzug selbst aus Moor Profit schlägt, sondern sie revolutionierten auch den Glockenschlag des Buxtehuder Kirchturms. Die Buxtehuder ließen nämlich damals noch rohe Kräfte walten, wenn es um die Verkündung des Gotteswortes ging; sie schlugen mit aller Macht und einem großen Hammer auf die Kirchenglocke ein. Die Holländer dagegen gingen schlauer vor; sie befestigten an der Glocke - die sie "Hunte" nannten - ein langes Seil (einen "Schwanz") und "bellten" (bell: Glocke) damit. Gewisse Verständigungsschwierigkeiten zwischen den Holländern und den Buxtehudern führten in der Folge dazu, daß seitdem die Hunde in Buxtehude mit dem Schwanz bellen.
Klaus Brehme ist heute gestartet. Der Münsteraner möchte mich ab Demmin begleiten. Wir hatten uns vor zwei Jahren an der Fulda getroffen. Klaus war auf dem Weg nach Eger (Tschechien) und ich wollte in die Türkei. Wir sind zwei Stunden zusammen geradelt und haben uns dann getrennt und nichts mehr voneinander gehört. Jetzt hatte Klaus zufällig erfahren, dass ich wieder auf Tour bin und mich zwei Wochen vor Beginn meiner fahrt angemailt. Ergebnis: s.o.
Alfred hat mir gestern dankenswerterweise die Medienresonanz aus Rheine übermittelt. Ich habe einen Teil der Artikel unter dem Link "2.5. Nordhorn" eingestellt.