Hallo Erhard, es ist schön zu erfahren, dass Du wieder zu guten Zwecken unterwegs nach Trakai bist. Da es schon ein paar Wochen geblieben sind, bis Du nach Trakai kommst, wollen die Trakaier genauer wissen, wann und wo sie auf Dich (allein?) warten sollten. Man möchte wie im vergangenen Jahr wieder Dich an der Stadtgrenze empfangen. Die Unterkunft wird diesmal in Rudischkes angeboten, weil das Kinderheim zur Zeit dort stationiert ist.Für eine kurze Rückmeldung wäre ich dankbar.Eine gute Fahrt und nur schöne Erlebnisse! Gruß! Nijole Miskinyte
bitte beachten Sie den aktuellen Reiseverlauf in angehängter PDF-Datei. Bereits ausgestellte Tickets wurden revalidiert. Das Fahrrad ist nun auch bei der Lufthansa angemeldet, die Kosten bezahlen Sie bitte am Schalter. Danke!
Wir entschuldigen uns im Namen der Fluggesellschaft für evtl. Unannehmlichkeiten und wünschen Ihnen eine schöne Reise!
Mal gut, dass ich von unterwegs auch Homebanking mache. Da ist mir eben aufgefallen, dass ein Scherzbold das Benefizkonto mit 19,90 € belastet hat. Text: Inserat mobile.de Schatmeisterin Elke Zboron wurde informiert und wird sich Montag darum kümmern.
8:15 Uhr Der Sturz gestern Abend hatte auch etwas Gutes: Auf meinem Handy funktioniert die Navigation wieder. Es ist also absolut nichts passiert – im Gegenteil.
Das Frühstücksbuffet heute Morgen ist sehr gut. Es ist immer noch stark bewölkt, aber es hebt meine Stimmung, dass ich in wenigen Stunden Besuch bekomme. Ab Ribnitz-Damgarten hoffe ich ohne Gepäck fahren zu können. Es wird ein langer Tag. Da ich es gestern nach dem selbstverschuldeten Sturz vorgezogen habe sofort eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen, dürften es heute an die 120 km werden.
Den gestrigen Kilometerstand habe ich mir nicht mehr angeschaut. Es müssten gut 90 km gewesen sein (jupp, etwas drüber).
Bei dem Wetter ist es leider nicht möglich, schöne Landschaftsaufnahmen zu machen. Trotzdem halte ich meine Augen offen und finde immer mal ein Motiv. Gestern kurz vor Feierabend war es eine Gruppe großer Pilze. An die Botaniker unter den Lesern: Ist das Hallimasch? Drei riesige Pilze standen zusammen und der dickste hat es geschafft aufs Bild zu kommen. Um die Größe zu dokumentieren habe ich die Hülle meines Fotoapparates positioniert.
14:00 Uhr Besuch ist in Ribnitz-Damgarten angekommen. Heute gibt es statt der obligatorischen 2 großen, oder 3 kleinen Bier, Rotwein und Sekt.
Die Kondition ist gut. Das fing gestern Abend schon an. Für die 45 km bis Ribnitz habe ich mit Gepäck 3 Stunden netto gebraucht. Ohne Gepäck werde ich gleich "fliegen"
Ab Ribnitz geht es dann ohne Gepäck weiter. Es läuft sehr gut. Die Durchschnittsgeschwindigkeit am Nachmittag dürfte bei knapp 20 km/h liegen. Um 20:30 Uhr erreiche ich nach knapp 100 km das Hostel Stralsund. Da Hostel Stralsund soll ich im Auftrage einer einzelnen weiblichen Person sehr lobend erwähnen. Da hat es eine Geschichte gegeben, für die sie 7 Euro Trinkgeld gegeben hat. Auf diese Geschichte möchte ich nicht näher eingehen, das kann die Person gerne selber erledigen. Aber auch ohne diese nette Randgeschichte: Das Hostel liegt am Rande der Stadt. Bis in die Altstadt werden es 1,5-2 km sein. Die Zimmer sind klein, aber das dürfte in einem Hostel üblich sein. Zimmer und sanitäre Anlagen sind sehr sauber. Das Frühstück gibt es in Form eines ansehnlichen Buffets. Das Betreiberehepaar ist ausgesprochen höflich und auch hilfsbereit (s.o.). Der Preis für das DZ mit Frühstück beträgt 53 Euro für uns zwei. Wer also eine saubere und preiswerte Unterkunft sucht und wem auch das relativ einfache Leben in einer jugendherbersähnlichen Unterkunft gefällt, kann selbst in der Hansestadt Stralsund (Weltkulturerbe) günstig übernachten. Was mich wundert: Die überwiegende Anzahl der Gäste hat das 50. Lebensjahr überschritten. Sie nutzen das lange WE über Himmelfahrt.
Als wir gegen Mitternacht nach Hause kommen, werden wir bei einsetzendem Regen ziemlich nass. Auch am Morgen ist es regnerisch und kalt.
03.01.2010 .... Vorwort
Stralsund habe ich 1995 auf meiner damaligen Radtour besucht. Einen frühereren Kollegen hatte es nach Stralsund verschlagen und wir haben die Nacht zum Tage gemacht. Ich kann mich noch erinnern, dass der Besuch 1995 mit einem schrecklichen Ereignis verbunden war. Ca. 30 km vor der Stadt bin ich über einen Unfall zugekommen. Mehrere Fahrzeuge (aus der Erinnerung waren es 4 oder 5) waren auf den neuen Bundesstraße mit einem Milchtransporter kollidiert. Ich wunderte mich vorher, warum so viele Autos auf der "alten Bundesstraße" parkten und hielt es nicht für möglich: Da sahen bestimmt hundert, vermutlich wesentlich mehr Schaulustige zu, wie die Verletzten aus den Fahrzeugen geschnitten wurden. Einige hatten sogar ihre Kinder dabei. Ich habe meinen Kopf von den Unfallstelle weggedreht und hatte Mühe, durch die Schar der Schaulustigen zu radeln. Später kam ein Krankenwagen nach dem anderen an mir vorbei, bis ich (vorbei am Autohaus von Boris Becker) am frühen Abend Stralsund erreichte. Noch den ganzen Abend hatte ich den Geruch in der Nase, der durch das Aufschneiden der Fahrzeuge entstanden war und so war ich froh, dass ich Rainer treffen konnte und ein wenig abgelenkt wurde. Am anderen Tag stand in der Zeitung, dass 4 oder 5 Schwerstverletzte geborgen wurden, sowie weitere leichter verletzte Personen.