@Alfred: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Gute, insbesondere Gesundheit!
eine gepflegte Anlage!
Die Nacht war unruhig. Ich habe schlecht geschlafen und der Schmerz zieht von der Hüfte bis ins Schienenbein. So habe ich bemerkt, dass jemand zwischen 2 und 4 Uhr in mein Zimmer wollte. Ein Versehen ist praktisch ausgeschlossen, weil in diesem Bereich nur Klaus und ich unsere Zimmer haben. Da ich im Urlaub immer abschließe, war dies ein untauglicher Versuch. Draußen ist es stark nebelig. Das mit dem Frühstück a la carte muss gestern wohl ein Irrtum gewesen sein. Alles hat geschlossen. Also fahren wir um 9:30 Uhr zur nächsten Tanke, die nur 300 Meter entfernt ist und decken uns dort ein. Um 10 Uhr geht es dann auf die Etappe. Schon nach wenigen Kilometern merke ich, dass ich mir für den Rest der Tour etwas einfallen lassen muss. Die Hüfte schmerzt grenzwertig und die Kondition lässt nach. Letzters mag auch an der fehlenden Motivation liegen. Der gestrige Tag ist mir etwas ans Gemüt gegangen.
Gegen 13 Uhr erreichen wir nach 40 km die Universitätsstadt Silauiali, 10 Kilometer vom Berg der Kreuze entfernt. Klaus und ich essen gemeinsam zu Mittag und dann naht der Abschied. Nach 2 Wochen gemeinsamer Fahrt geht bei mir nichts mehr und ich möchte Klaus nicht zur Last fallen. Ich suche mir ein Hotel (50 €) und werde in der kommenden Nacht erst einmal ausschlafen. Morgen werde ich noch einmal eine Kurzetappe versuchen (45 Kilometer). Ich weiß nicht, wie ich es anschließend machen werden. Ab Freitag wären es dann nach meinen neuen Berechnungen noch 500 Kilometer. Ich werde möglicherweise eine Salamitaktik versuchen, um doch noch Tallinn auf dem Rad (und nicht mit der Bahn) zu erreichen, d.h. eine Stunde fahren, dann eine Stunde Pause, dann wieder eine Stunde fahren usw.