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Das war heute morgen eine nette Verabschiedung! Zuerst gab es ein super Frühstück!
Dann habe wir uns über Hansestädte unterhalten (die Dame ist in einer in der Nähe aufgewachsen). Wenn ich nicht so zügig ans Ziel kommen wollte, hätte ich heute mit 45 km Umweg gleich 3 Hansestädte einfangen können. Mir werden div. Bücher mit tollen Fotos aus diesen Städten gezeigt.
Die Fotos stammen von Vater. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm....deshalb also gestern die schönen Fotos der alkten Gärten.

Um 9:30 Uhr breche ich auf. Das Wetter ist einfach klasse. Es ist fast windstill (6-10 km/h) und dabei merke ich, wie sehr mir der Gegenwind vorgestern mit bis zu 61 km/h zugesetzt hat. Die Temperaturen von 20 Grad sind für mich genau richtig. Der Pausentag gestern hat mir gut getan. Die Temperaturen tun der Hüfte gut. 
Zweimal versuchen ich Nebenpisten zu nehmen und mache den gleiche Fehler an derselben Stelle. Genau hier habe ich 2006 auch schon mit Harald über die Sandpiste geflucht. Über einige KM musste ich schieben. Ein anderes Mal lande ich im Wald und Stechmücken fallen über mich her. Ich konnte gar nicht so schnell flüchten, wie die -zig mal zustachen. Ich bin an Armen und Beinen schwarz (von toten Mücken) und Blut (vom Totschlagen). Ab Mittag am Meer wurde es aber besser und ich fuhr praktisch ohne Pause. Einmal habe ich mir 10 Minuten im Stehen an einer Tanke gegönnt. Das gestern gekauft Notfallpaket ist nach und nach auch draufgegangen.
In Estland waren schöne Straßen direkt am Meer zu fahren und nicht mehr ganz so viele Kilometer an der Schnellstraße, wie in Lettland.
Nach genau 150 km komme ich gegen 21:30 Uhr in Pärnü an.
Ich übernachte in einem Hostel, das zu einem Campingplatz gehört (1 km vor der Altstadt). Mein Zimmer mit eigener Dusche/WC gefällt mir gut und ich buche gleich zwei Übernachtungen für je 35 Euro (schätze ich mal...ich habe noch Probleme mit der Umrechnung).
Ich esse schlecht und teuer bei einem Chinesen. Morgen habe ich mehr Zeit und werde mir in der Altstadt schöne Restaurants aussuchen.

Dienstag plane ich eine alte Poststation aufzusuchen, die zum Hotel. umgebaut wurde. Bis dorthin sind es 85 Kilometer. Dann kann ich Mittwoch locker die letzten 50 Kilometer angehen und am frühen Nachmittag wie ursprünglich geplant in Tallinn einrollen.



Münchhausenmuseum....der kam doch von der Weser, so grobe Richtung Bodenwerder!!?










hier wohne ich für zwei Nächte




03.01.2010   ......     Vorwort

Hintergrund zur Hansestadt Pärnu:
Pärnu / Pernau ist erstmals 1365 als hansisch ausgewiesen. Damals bestätigte die Stadt Dorpat (heute Tartu) in einem Schreiben an Lübeck und alle zur Hanse gehörenden Städte, dass es gemeinsam mit seinen Nachbarstädten Pernau und Fellin die Bestimmungen des Friedensvertrages einhalten wolle, den die Hansestädte mit König Waldemar von Dänemark geschlossen hatten. Pernau wurde 1370 auch in den dänischen Privilegien des Stralsunder Friedens einschließlich der späteren Bestätigungen genannt, die die Handelsrechte der Hansestädte im dänischen Reich festsetzten. Nach den drei großen livländischen Städten Riga, Reval und Dorpat nahmen an vierter Stelle Kaufleute der Stadt Pernau am hansischen Handel teil, der bis nach Flandern und Holland und in die skandinavischen Länder reichte.

Zwar war Pernau nie auf einer gemeinhansischen Tagfahrt (Hansetag) vertreten und wird auch in den Verzeichnissen der Hansestädte aus dem 15. Jahrhundert nicht genannt. Die Mitgliedschaft in der Hanse steht dennoch eindeutig fest und diese Einschätzung wird dadurch bestätigt, dass Pernau dann erstmals 1521 in einer Liste als Hansestadt aufgeführt wird, die die hansischen Sendboten bei Verhandlungen mit England in Brügge vorlegten.

Pernau ist somit ein sehr gutes Beispiel für die vielen kleinen Hansestädte, deren Kaufleute am hansischen Handel teilnahmen, die aber wegen der hohen Kosten keine eigenen Abordnungen auf die allgemeinen Hansetage entsandten, sondern sich von einer größeren Nachbarstadt vertreten ließen.

Am Anfang des 16. Jahrhunderts schuf die Hanse dann im Hinblick auf die kleineren Städte klare Verhältnisse, indem man seither zwischen den Städten unterschied, deren Sendboten an den Hansetagen teilnehmen durften, und denjenigen, deren Kaufleute die Privilegien der Hanse (des niederdeutschen Kaufmanns) im Ausland wahrnehmen durften. Die kleineren Städte waren aber nach wie vor im Außenhandel privilegiert.

In der im Jahr 1980 entstandenen Hanse der Neuzeit ist Pärnu seit 1988 aktiv und hat seitdem kontinuierlich an den jährlichen Hansetagen teilgenommen.

 
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