Mittwoch, 07. April 2010 um 23:49 Offene Türen und Herzen für Benefiz-Radler Erhard Krull:Empfang bei Münsters Bürgermeisterin VilhjalmssonMünster/Herford (rm).
Der Herforder Benefiz-Radler Erhard Krull, der am 30. April in Lemgo zu seiner "Hansetour 2010" aufbricht und unter anderem am 3. Mai in Nordhorn Station macht, wird bereits am 2. Mai im Friedenssaal von Münsters Bürgermeisterin Vilhjalmsson empfangen.
Gerade aus Münster schlagen dem Bielefelder Beamten, der in 5 Wochen 50 Hansestädte anfahren will, derzeit große Sympathien entgegen. Nicht nur der Empfang in Münsters "Guter Stube" ist da zu nennen, sondern auch die Zusage eines radelnden Münsteraners, der ihn während der diesjährigen Tour nach Tallinn auf rund zwei Dritteln der Strecke begleiten will, lässt den Herforder mit der langen Mähne die Schmerzen mit seiner seit Jahren lädierten Hüfte fast vergessen.
Erhard Krull lernte den jungen Mann aus Münster 2008 auf der Tour nach Istanbul kennen und fuhr nach einem gemeinsamen Bier rund drei Stunden in Richtung Bosporus. Der radelnde Kollege hatte sich auf den Weg ins tschechische Eger gemacht und war auf die von Krull an dessen Fahrrad befestigte Tibet-Flagge auf den Benefiz-Radler aus Herford aufmerksam geworden.
Mit dem Erlös aus dem symbolischen Verkauf von einzelnen Etappen der "Hansetour 2010, die ihn bis ins litauische Tallin führen wird, sowie mit weiteren Spenden und Zuwendungen aus privaten wie auch aus gewerblichen "Quellen" will Krull mehrere Projekte für Menschen mit Behinderung unterstützen.
Durch seine bisherigen Touren nach St. Petersburg, Istanbul und Trakai kamen so über 45.000 Euro zusammen, die unter anderem für die Anschaffung eines neuen Transporters mit Rollstuhllift verwendet wurden. Mit diesem Transporter wird es Menschen mit Behinderung im Raum Herford ermöglicht, an entsprechenden Veranstaltungen teilzunehmen und so besser integriert zu werden.
Weiter wurden "integrative Spaßfahrzeuge", wie zum Beispiel eine Rikscha und mehrere Tandems angeschafft, die den Alltag von Menschen mit Behinderung im Kreis Herford ein wenig bunter machen. Und auch in der Partnerstadt von Rheine, dem litauischen Trakai, profitierte das dortige Kinderheim vom sozialen Engagement des Herforder Bürgers.
Mehr zu Erhard Krull, zur "Hansetour 2010", zu bisherigen und kommenden Benefiz-Touren des Herforders sowie zur immer größer werdenden Reaktion der Medien sind auf der Webseite www.hanseradweg.eu zu finden.
Dienstag, 30.03.2010 in NW und Westfalenblatt:
Montag, 22. März 2010 um 22:53 In fünf Wochen startet Herforder zu seiner Benefiz-Radtour 2010:Krull will 50 Hansestädte in 5 Wochen erstrampeln
Herford/Lemgo/Nordhorn. Am 30. April bricht der Herforder Erhard Krull zu einer erneuten Benefiz-Tour auf. Start ist in Lemgo beziehungsweise Herford (1. Mai). Der Bielefelder Beamte hat in den letzten Jahren bei seinen Touren nach St. Petersburg, Istanbul und Trakai mehr als 40.000 Euro für Menschen mit Behinderung erstrampelt.
Gronau und Bad Bentheim waren während seiner Tour 2009 Etappenziele. Krull wagt sich trotz seines chronischen Hüftleidens, das ihn besonders während seiner letztjährigen Radtour nach Trakai/Litauen geplagt hat, wieder auf eine mehrere tausend Kilometer lange Strecke "für den guten Zweck".
Schon vor über einem Jahr wurde die Idee der "Hansetour" geboren: "Ich will 50 Hansestädte in 50 Tagen anfahren", so Erhard Krull Anfang 2009. Die Erlöse seiner Benefiz-Touren resultieren neben professionell verkaufter Werbeflächen auf Trikots, Caps, T-Shirts und Internet-Bannerwerbung auch aus dem symbolischen Verkauf von Strecken-Kilometern.
Sowohl Privatpersonen wie auch Firmen und Geldinstitute haben sich in den vergangenen Jahren großherzig gezeigt und mit ihrem Engagement für den Erfolg der jeweiligen Benefiz-Touren gesorgt. Für die aktuelle "Hansetour 2010" wurden bisher wurden acht Städte symbolisch verkauft, so dass 550 Euro als Spendeneinnahmen zu verzeichnen sind.
Rheine, Lemgo, Bielefeld und Groningen wurden von Privatpersonen „erworben“, Herford vom örtlichen Lions-Club und Demmin von der dortigen Stadtverwaltung. Die Nicht-Hansestädte Emden und Vilnius hat der Gesprächskreis Otterheide symbolisch „gekauft“. Am 23. April findet im Herforder "Sonnenhof" eine integrative Verabschiedungsveranstaltung statt.
Wer möchte, bekommt zu Beginn ein „Hansegericht“ aus Westfalen (Pfefferpotthast für 8,90 Euro). Der Verein "Rad und Tat e.V." hat einige Menschen mit einer geistigen Behinderung eingeladen und spendiert deren Mahlzeit. Die drei Projekte, die durch die Benefiztour 2010 unterstützt werden, sollen kurz vorgestellt werden, außerdem wird der Geschäftsführer der Westfälischen Hanse, Manfred Schürkamp, einen Kurzvortrag zum Thema „Hanse der Neuzeit“ halten.
Anschließend folgt der Film, zu dem natürlich kostenlos Eintritt gewährt wird, „Immer diese Radfahrer“ mit Heinz Erhardt. Für die Vorführung dieses Films sucht Erhard Krull noch einen Sponsor,, damit er den Kino-Streifen auch öffentlich bewerben kann. Die Kosten würden mit öffentlicher Bewerbung bei rund 100 Euro liegen. Mehr dazu ist auf der Webseite www.hanseradweg.eu ersichtlich.
Erhard Krull machte sich 2006, wie bereits erwähnt, mit dem Fahrrad auf den Weg von Herford nach St. Petersburg. Über 3.000 Kilometer saß er dabei im Sattel und konnte neben einer großen sportlichen Leistung Spendengelder in Höhe von 5.700 Euro für Menschen mit Behinderung sammeln.
Am kommenden Donnerstag, 25. März, 15 Uhr, berichtet Erhard Krull im Rahmen eines kurzweiligen Powerpoint-Vortrages im "Haus unter den Linden" in Herford über diese erste Benefiz-Tour, die durch Polen, Litauen, Lettland und Estland bis nach Russland führte, über seine Reiseerlebnisse wie auch über historische Zusammenhänge